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Glossar

Dieses Glossar soll helfen, einige auf dieser Seite genutzte Begrifflichkeiten näher zu erläutern.

ASCIICSSDOMDSSSLDTDFOSIGMLHTMLHyTimeLaTeXMathMLRDFRELAX NGSAXSchematronSGMLSVGUnicodeXLinkXMLXPathXSDXSLXSL FOXSLT

ASCII American National Standard Code for Information Interchange
ASCII ist eine Zeichenkodierung, die für eine festgelegte Anzahl an Zeichen ihre Repräsentation in Form von Ziffern eindeutig festlegt. Insgesamt umfasst ASCII 94 Zeichen - viel zu wenig für heutige, mehrsprachige Computersysteme, die eine Vielzahl an Sonderzeichen unterstützen. Daher wird ASCII mehr und mehr von Unicode, einem Superset verdrängt. Dennoch bleibt ASCII die Bassi für nahezu alle Computer-Zeichensätze.
CSS Cascading Style Sheets
Die Cascading Syle Sheets bilden eine Sylesheet-Sprache, die ursprünglich für die Verwendung mit HTML designt wurde. Während HTML den Inhalt einer Webseite strukturiert, sollen CSS die Ausgabe formatieren. Dadurch können Inhalt und Layout von einander strikt getrennt werden und Seiten leichter einheitlich formatiert werden. CSS existiert in drei Leveln: Level 1, Level 2 und - in Arbeit - Level 3.
Obwohl CSS auch mit XML zusammen eingesetzt werden kann, kommt bei der Formatierung von XML eher XSL zum Einsatz.
DOM Document Object Model
Das DOM ist eine plattform- und sprachenunabhängiges API für den Zugriff auf HTML- und XML- Dokumente. DOM ist dabei baumbasiert, weshalb die komplette Baumrepräsentation einer Instanz in den Speicher geladen werden muss. Einfacher und weniger speicherintensiv (dafür aber mit anderen Nachteilen versehen) ist SAX.
DSSSL Document Style Semantics and Specification Language
DSSSL war der erste Versuch, nach FOSI eine einheitliche Transformations- und Formatierungssprache für in SGML kodierte Inhalte zu entwickeln. Technisch gesehen baut DSSSL auf den LISP-Dialekt Scheme auf. Viele der Konstrukte von DSSSL haben die Entwicklung von XSLT beeinflusst.
DTD Document Type Definition
Eine Dokumenttyp-Definition ist die formalisierte Idee eines Dokumenttyps. DTDs sind Grundlagen für XML- und SGML-Dokumente. Als komplexerer und leistungsfähigerer Ersatz von DTDs existiert XML Schema.
FOSI Formatting Output Specification Instance
Ein FOSI definiert für die Elemente einer DTD entsprechende Ausgabewerte. Dadurch ist das Rendern (die Darstellung) von SGML annotierten Daten möglich (im Gegensatz zu DSSSL, das auch Transformationen erlaubt). FOSI bedient sich der SGML-Syntax.
Im Zuge der Verdrängung von SGML durch XML wurde auch FOSI von neueren Stylesheet Sprachen wie XSL abgelöst.
GML Generalized Markup Language
1969 betrat nicht nur der erste Mensch den Mond, sondern Ed Mosher, Ray Lorie und Charles F. Goldfarb erfanden auch in den IBM Forschungszentren die erste moderne Markupsprache, die Generalized Markup Language (GML). Aus GML wurde 1986 SGML.
HTML HyperText Markup Language
HTML ist die populärste Markupsprache und die lingua france des Web. Entwickelt wurde HTML zur Strukturierung von Hypertexten. Bis zur Version 4.01 war HTML eine SGML-Anwendung, mit XHTML 1.0 und XHTML 1.1 wurde HTML mit Hilfe von XML neu formuliert. Aktuell wird an XHTML 2.0 gearbeitet.
HyTime Hypermedia/Time-based Structuring Language
HyTime wird definiert durch den ISO/IEC Standard (ISO/IEC JTC 1/SC 18 WG8 N1920rev) und beschreibt die Verarbeitung von statischen und dynamischen Informationen in Form von Hypertexten und Multimedia-Objekten. Technisch ist HyTime eine Anwendung von SGML.
Das Linking-Konzept von HyTime übertrifft das von HTML bei Weitem und wird als ein Vorläufer von XLink angesehen.
LaTeX LaTeX (das "X" wird wie ein "ch" ausgesprochen) ist ein Textsatzsystem, das auf TeX aufbaut. LaTeX ist eine erweiterbare Markupsprache, die allerdings im Gegensatz zu SGML und XML prozedurales Markup nutzt. Trotz seines geradezu biblischen Alters (erste Versionen erschienen 1978) ist die Qualität des Textsatzes mit LaTeX schwer zu übertreffen.
MathML Mathematical Markup Language
Die Mathematical Markup Language dient der plattform- und programmunabhängigen Strukturierung und Speicherung mathematischer Formeln und Gleichungen. Im Gegensatz zur heute weit verbreiteten Darstellung von mathematischen Angaben in Form von Bildern und Graphiken lassen sich MathML-Inhalte ohne Qualitätsverlust zoomen und einfach weiterbearbeiten.
Als XML-Anwendung kann MathML mit anderen XML-Markupsprachen wie XHTML und SVG kombiniert werden.
RDF Resource Description Framework
Das Resource Description Framework des W3C stellt den Grundstock für Metadaten-Interoperabilität im Internet und das Semantic Web dar. Die Bausteine von RDF sind Resourcen, Properties und Statements, mit deren Hilfe alle Arten von Resourcen beschrieben und ausgetauscht werden können.
RDF ist eine XML-Anwendung und dementsprechend gut mit anderen XML-Sprachen kombinierbar.
RELAX NG RELAX NG ist die Kombination aus RELAX (Regular Language description for XML) und TREX (Tree Regular Expressions for XML) und ist wie XSD eine XML Schemasprache. RELAX NG ist einfach zu erlernen, besitzt neben der XML-Syntax noch eine zweite, kompakte Syntax und kann mit XSD kombiniert werden.
SAX Simple API for XML
Neben DOM stellt SAX ein zweites, weit verbreitetes API für den Zugriff auf XML-Instanzen dar. SAX nutzt event-based parsing im Gegensatz zum baumbasierten DOM. Bei der ereignis-basierten Verarbeitung meldet der Parser ein Ereignis (wie den Beginn eines Elements) an die Anwendung, ohne zuvor den Dokumentbaum im Speicher aufzubauen. Daher ist SAX sehr viel besser geeignet, um sehr große XML-Instanzen zu verarbeiten.
Schematron Schematron ist ähnlich wie RELAX NG eine alternative XML Schemasprache. Im Gegensatzu zu anderen XML Schemasprachen ist Schematron weder grammtikbasiert, noch objektorientiert. Schematron benutzt eine Abfolge von Regeln, um XML Instanzen auf ihre Validität hin zu überprüfen. Die einzelnen Regeln des Regelwerks sind in XPath-Ausdrücken formuliert. Dadurch ist es recht einfach zu lernen.
SGML Standard Generalized Markup Language
SGML ist eine Metasprache zur Erstellung von Markupsprachen. Vorrangiger Einsatz von SGML-Anwendungen ist die Strukturierung von Dokumenten. Die bekannteste Anwendung von SGML ist HTML.
Trotz des großen Erfolges gilt SGML als zu komplex, weshalb es in den 90er Jahren durch XML, ein SGML-Subset, in der Verbreitung abgelöst wurde.
SVG Scalable Vector Graphics
SVG ist eine Markupsprache zur Beschreibung zweidimensionaler Vektorgraphiken. Als XML-Anwendung ist SVG textbasiert und kann daher sehr einfach (auch dynamisch) erzeugt und verarbeitet werden. SVG-Graphiken können auch Texte und andere Graphiken enthalten, animiert und auch interaktiv gestaltet werden. Im Zusammenspiel mit XHTML bieten sie eine einfache aber sehr flexible Möglichkeit der Kombination von textuellen und graphischen Elementen.

Unicode

Unicode ist wie ASCII ein Zeichensatz. Allerdings ist Unicode ein multi byte character set, also ein Zeichensatz, der durch eine größere Zeichenbreite mehr Zeichen speichern. Unicode und sein enger Verwandter, UCS (Universal Character Set) können die Zeichen nahezu aller bekannten Sprachen der Welt abbilden - zusätzlich zu einer Fülle an weiteren Symbolen.
Unicode ist vollständig abwärtskompatibel zu ASCII.
XML Linking Language
XLink erlaubt die Verlinkung von beliebigen Elementen in XML-Instanzen durch die Bereitstellung von Universal-Attributen. Dabei reichen die Fähigkeiten von XLink weit über die Möglichkeiten der heute von HTML bekannten Links hinaus: mit XLink ist es möglich, 1:n-Beziehungen zwischen Elementen herzustellen und einen Link zwischen Elementen herzustellen, ohne Zugriff auf diese zu haben.
XML eXtensible Markup Language
Streng genommen ist XML keine Markup-Sprache, sondern eine Meta-Sprache, die die Definition eigener Markupsprachen zur Strukturierung von beliebigen Informationen und Daten erlaubt. Technisch gesehen ist XML ein Subset von SGML.
Durch die Unterstützung von Unicode in XML können XML-Anwendungen Informationen in nahezu allen Sprachen der Erde speichern.
XPath XML Path Language
XPath ist eine standardisierte Anfragesprache für XML-Dokumente. Sie arbeitet mit der abstrakten, logischen Struktur eines XML-Dokuments, nicht mit seiner äußerlichen Syntax. Daher benutzt XPath eine eigenständige, allerdings gut erlernbare Syntax.
XPath dient der Navigation in der Baumstruktur einer XML-Instanz und wird daher in XSLT eingesetzt.
XSD XML Schema Description oder kurz XML Schema ist eine von mehreren XML Schemasprachen. XSD ist vor allem im B2B-Bereich dabei, DTDs als Grundlage zur Strukturierung von Informationen in XML abzulösen. Im Gegensatz zu DTDs erlaubt XSD, die Definition von verschiedenen Datentypen und stellt eine Fülle vordefininerter Typen bereit.
XML Schema ist ein W3C Standard und nutzt die XML Syntax.
XSL eXtensible Stylesheet Language
XSL ist wie CSS eine Stylesheet-Sprache und setzt sich zusammen aus XPath, XSLT und XSL FO, wobei XPath dabei die Grundlage bildet. Mittlerweile sind sowohl XSLT als auch XPath eigenständige Standards geworden, weshalb als XSL häufig das ehemalige XSL FO verstanden wird.
XSL FO eXtensible Stylesheet Language Formatting Objects
XSL FO ist der Teil von XSL und dient der Formatierung von XML-Instanzen. XSL FO ist eine eigene Markupsprache, die seitenorientiert ist. Zur Zeit dient XSL FO noch als Zwischenformat, um XML-Dokumente nach PDF oder andere Druckformate zu überführen - in der Zukunft sollen die Formatting Objects von Browsern gerendert werden können.
Heute wird meist XSL FO gemeint, wenn von XSL die Rede ist.
XSLT eXtensible Stylesheet Language Transformation
XSLT ist Teil von XSL und wird dazu genutzt, XML-Instanzen von einer Baumrepräsentation (XML Source Tree) in eine andere (XML Result Tree) zu überführen. Vereinfacht ausgedrückt transformiert XSLT ein XML-Dokument von einer DTD in eine andere.
Zur Navigation im Dokumentbaum bedient sich XSLT XPath-Ausdrücken, die Arbeitsanweisungen zur Transformation von Knoten im Baum werden in Form von Templates erstellt. Eine typische Transformation ist die Überführung von in XML kodierten Informationen nach XHTML oder XSL FO.
XSLT nutzt die XML Syntax und ist dementsprechend einfach zu erlernen.